Deutsche Rohstoff AG: Tin International erhält Zuschlag für weiteres Lizenzgebiet in Sachsen

Deutsche Rohstoff AG

Deutsche Rohstoff AG: Tin International erhält Zuschlag für weiteres Lizenzgebiet in Sachsen

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Lizenz „Sadisdorf“ im Osterzgebirge/Sehr gute metallurgische Ergebnisse für Gottesberg

Chemnitz/Heidelberg. Tin International hat über ihre 100%ige Tochter Sachsenzinn GmbH eine weitere Lizenz im Erzgebirge zugesprochen bekommen. Das Sächsische Oberbergamt erteilte für das Gebiet „Sadisdorf“ eine Explorationslizenz für fünf Jahre. Tin International setzte sich gegen zwei Mitantragsteller durch.

Sadisdorf liegt ungefähr 15 Kilometer von Altenberg entfernt. Ebenso wie in Altenberg wurde in Sadisdorf seit dem 15. Jahrhundert Zinn abgebaut. Darüber hinaus wurden auch Kupfer und Molybdän gewonnen. Die Zinnmine Altenberg war die größte der historischen Metallminen im Erzgebirge. Sie stellte erst 1991 die Produktion ein. Aufgrund aller vorliegenden Explorations- und Abbaudaten gilt das Gebiet um Sadisdorf als sehr aussichtsreich. Tin International wird in einer ersten Projektphase die zugänglichen Daten sichten und auswerten.

Für das im südwestlichen Erzgebirge gelegene Lizenzgebiet Gottesberg liegen die Ergebnisse der metallurgischen Tests vor, die Tin International im Herbst bei einem spezialisierten Labor in Tasmanien (Australien) in Auftrag gegeben hatte. Ziel der Untersuchungen war es, die Tauglichkeit des in den 1980´er Jahren konzipierten und intensiv getesteten Aufbereitungsprozess zu bestätigen. Es handelt sich um einen einfachen Prozess mittels Vorkonzentration des Erzes mit gravitativen Methoden und anschließender Flotation.

Die jetzt durchgeführten Tests haben durchweg zu sehr guten Ergebnissen geführt. Sie lassen eine Gewinnung von über 80% des Metallinhalts im Erz bei gleichzeitig vergleichweise geringen Kosten für die Aufbereitung erwarten.

Der Preis für Zinn hat sich in den vergangenen Monaten deutlich zugelegt. Während im Herbst der Preis pro Tonne auf unter 20.000 US-Dollar gefallen war, lag er am Jahresende bei 23.000 US-Dollar und stieg seit Jahresanfang 2013 weiter auf rund 25.000 Dollar. Der Ausblick für den weiteren Jahresverlauf ist sehr positiv. Produzenten und Analysten, die kürzlich von Bloomberg befragt wurden, gehen von einem Anstieg auf 28.750 US-Dollar aus. Als Auslöser des Preisanstiegs gilt die angespannte Angebotssituation. In Indonesien, dem weltweit größten Zinnproduzenten, ist die Produktion im vergangenen Jahr schätzungsweise um 10% gefallen. Experten erwarten einen dauerhaften Angebotsengpass, da sich derzeit nur sehr wenige neue Zinnminen in der Entwicklung befinden und die Produktion in Indonesien in den nächsten Jahren weiter zurückgehen könnte.

Heidelberg, 13. Februar 2013